Nölen heißt anderswo

 

 


(sich) beklagen · (sich) beschweren · granteln (bayr.) (österr.) (ugs.) · maulen (ugs.) · meckern (ugs.) · mosern (ugs.) · motzen (ugs.) · murren · nölen (ugs.) · nörgeln (ugs.) · pöbeln (ugs.) · quengeln (ugs.) · raunzen (österr.) (ugs.) · reklamieren (schweiz.) · räsonieren

 


 
   
Die sprachliche Herkunft von Nölen:

Nölen hat sich aus "nolens volens" entwickelt

Silbentrennung: no·lens vo·lens
Aussprache: [‌ˌnoːlɛns ˈvoːlɛns]
Bedeutungen: notgedrungen, wohl oder übel
Herkunft: lateinisch nōlēns volēns → la = „nicht wollend wollend“, aus nōlle (→la) (von nōn = nicht und velle = wollen) und velle (→la)
Synonyme: notgedrungen, wohl oder übel
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Der gemeine mit Halbwissen bedachte Wuppertaler machte notgedrungen aber nie zufrieden das nolens wolens zu nölens wölens. Um Einfachheit in der Sprache immer bemüht, wurde im Laufe der Jahre das wölens zu wöhl enns. Das dann im Sprachraum als nöl enns wöhl enns genutzt wurde. Eingestzt wurde dies dann bei unzufrieden stellender Arbeit, mit: nöl enns, dann wöhl enns. Was bedeutete: Geht es dir nicht gut, dann arbeite.

Hier war der Grundstein gelegt. Passt dem späteren Wuppertaler etwas nicht, dann hatte er zu schuften (von schaffen). Das Nölen war dann der Ausdruck des ungeliebten Tuns. Findige Bürger ließen im Laufe des späten 17. Jahrhunderts das Arbeiten/Schaffen/Schuften völlig weg, blieben beim Nölen und nölten lediglich über den Umstand etwas was nicht recht war, zu kritisieren.


 

  Person Wortform
Präsens ich nöle
du nölst
er, sie, es nölt
Präterium ich nölte
Partizip II   genölt
Konjunktiv II ich nölte
Imperativ singular nöl(e)
plural nölt(e)
Hilfsverb   haben
Das Nölen des Wuppertalers bedeutet
nörgeln, meckern; auf jeden Fall mit noch mehr Selbstmitleid als schlichtes "knöttern"
im Gegensatz zu knöttern
was bedeutet: herummäkeln, meckern; im Gegensatz zu "moppern" wird die Kritik nicht klar ausgesprochen, sondern nur weinerlich umrissen;
"Knötterkopp" - jemand, der an allem und jedem ganz grundsätzlich etwas auszusetzen hat, ohne jedoch seine Kritikpunkte klar zu formulieren

im Gegensatz zu moppern
(auch: "möppern") schimpfen, sich aufregen; nicht sehr harte und intensive Form kritischen Verhaltens; "ewig rum am moppern sein" - dauernd an etwas herummäkeln, nie zufrieden sein ("Wenner in Brass is, isser wegen jeden Killefitt rum am moppern.")

Gefunden auf http://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon


 
Bin ich auch ein Nöler? Und wenn, was bedeutet mein Gesicht...
Suchen Sie sich ihren Nölie aus, einfach anklicken und Sie erfahren wie weit Sie als echter Wuppertaler Nöler so kommen und was ihre Genöle so bedeuten kann...
Es gibt was zu nölen, der Wuppertaler ist schon da
Mal ein Beispiel. Is' de Schwebahn grad' vor der Nase weggefahren, ist das ein Grund. Er sagt aber nicht sowas wie "Scheisse", bei dem Wuppertaler hat es zudem den Charakter von "ich weiß ja nicht ob überhaupt noch eine Bahn kommt, vielleicht erlebe ich das überhaupt nicht mehr..."
Sollte ihm zwei bis dreimal die Bahn vor der Nase weggefahren sein, dann beginnt der Wuppertaler zu knöttern. Beim fünften, sechsten mal setzt eine Planungsphase ein.
Er beginnt über sein Leben nachzudenken. Das das nur ihm passieren könne. Dass er darum in Wuppertal lebe, weil er sonst niemals eine Bahn verpassen würde...
Phase drei ist dann die konstruktive Art eine Gegenstrategie zu entwickeln. Er läuft schneller die Treppe zum Schwebebahnbahnhof hoch um eher an der Bahn zu sein.

 

 

 

 

 
Fragen an Dr. phil. Nölens
Hier ensteht eine Rubrik für Nachholnöler; Fremdnöler; Nöler mit Migrationshintergrund; Nöler mit zweitem Bildungsweg; Knötterer, die zum Nölen konvertieren wollen;
Ist ein Ausruf "Scheiss Verkehr", schon genölt?